Die ganzheitliche Behandlung mit
Traditionell Chinesischer Medizin (TCM)

In der chinesischen Medizin werden die Akupunktur, die Heilkräutertherapie, Massage­techniken, Atemübungenund die Diätetik zielgerichtet eingesetzt, um die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers zu aktivieren. Im Verständnis der fernöstlichen Heilmethode liegt die Ursache Ihrer Beschwerden darin, dass Ihre Selbstheilungskräfte, die Ihnen viele Jahre gute Dienste leisteten, nun durch Blockaden behindert oder aus dem Gleichgewicht geraten sind.

TCM: Heilungspotential das in bestimmten Fällen sogar über die Grenzen unserer wissenschaftlichen Medizin hinausgeht

Bei dieser ganzheitlichen Methode werden alle Ihre Symptome einschließlich minimaler Befindlich­keitsstörungen (z.B. Müdigkeit nach einer Mahlzeit, Konzentrationsstörungen) im Kontext zur Gesamt­situation geprüft und entsprechend eingeordnet. Somit lässt sich für absolut jede Erkrankung eine TCM-Diagnose definieren.

Akupunkturpunkte sowie Arzneikräuter wirken gleichzeitig auf der psychischen, der vegetativen (Organsteuerung) und der Ebene des Stoff­wechsels. In der TCM werden diese Kräfte in Einklang gebracht und so gesteuert, dass sie gemeinsam den Organismus aus dem krankhaften Prozess herausführen.

Ist TCM neben einer anderen Behandlung sinnvoll?

Die alternative Heilmethode der TCM kann parallel zur konventionellen (schulmedizinischen) Behand­lung erfolgen und wird gegebenenfalls an diese angepasst, sodass beide Therapien gemeinsam zu Ihrer Genesung beitragen.

Im Falle einer Chemotherapie, sowie vor und nach Operationen, ist eine zusätzliche TCM-Behandlung sogar sehr empfehlenswert, um Nebenwirkungen zu verringern bzw. Risiken zu minimieren.

Wie sieht die Behandlung nun konkret aus?

Auf der Basis einer ausführlichen Befragung sowie einer sog. vegetativen Funktionsdiagnostik durch chinesische Pulsdiagnose und Erhebung des Zungenbefundes erstellt Ihr Arzt für Sie eine Diagnose nach TCM. Sie ist ein Abbild Ihres ganzheitlichen Gesundheitszustandes und bildet die Grundlage für Ihre individuelle Heilkräuter-Rezeptur (Dekokt = Abkochung). Bei komplexeren Erkrankungen wird diese dem jeweils aktuellen Heilungsstadium angepasst. Mit jedem Schluck den Sie davon trinken stimulieren Sie die Selbstheilungskräfte in Ihrem Organismus. Dadurch wird Ihr Körper „auf Fehler aufmerksam gemacht“. Nach einer anfänglichen Phase der Anpassung gelingt Schritt für Schritt eine Besserung meist mehrerer Befindlichkeitsstörungen (sog. Leitsymptome) gleichzeitig. Bei akuten Zuständen können zu Behandlungsbeginn einige Akupunktursitzungen den Heilungsprozess beschleunigen.

Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)

In China wird bereits über Jahrtausende die Wirkung der einzelnen Arzneipflanzen sowie ihr harmonisches Zusammenwirken in komplexen Rezepturen beobachtet. Dieser Erfahrungsschatz beschreibt die Anwendung präzise auf eine gesundheitliche Konstellation, der sog. TCM-Diagnose. In diesem Punkt ist sie der heimischen Phytotherapie, die mit der Zuordnung Symptom – Pflanze arbeitet, überlegen. Am wirksamsten erwies sich das Vollextrakt der Kräuter durch das Abkochen mit gewöhnlichem Wasser, also der Absud oder lat. Dekokt.

Akupunktur

Die bekannteste Methode aus der chinesischen Heilkunde ist die Akupunktur. Mit sehr feinen Na­deln, die das Gewebe verdrängen (nicht wie eine Kanüle zerschneiden) stimuliert man Akupunk­turpunkte. Durch ihre Auswahl und Art der Stimu­lation steuert man den Fluss der „Lebensenergie“ Qi in den Leitbahnen. Eine Blockade oder Ungleichgewicht des Qi-Flusses ist die Ursache für Schmerzen und Krankheitsentstehung. Die über­lieferte Literatur kennt über 1.000 Akupunk­turpunkte von denen 268 auf den zwölf über jede Körperhälfte verlaufenden Hauptleitbahnen liegen. Viele dieser Punkte wurden bereits durch Messme­thoden unserer modernen Medizin (fMRT, EEG) in ihrer Wirksamkeit bestätigt.